Posenmontage, Jig, Feeder, Sbirolino oder doch ein Carolina Rig? Welche Angelmontage sinnvoll ist, hängt nicht allein vom Zielfisch ab. Auch Gewässer, Köder, Angelmethode und die gewünschte Präsentation spielen eine Rolle. Der Angelmontagen-Finder hilft dir dabei, eine passende Ausgangslösung zu finden.
Der Finder: Welche Angelmontage ist ideal?
Wähle deinen Zielfisch und beschreibe anschließend in wenigen Schritten, wo und wie du angeln möchtest. Der Finder berücksichtigt deine Angaben und schlägt dir eine passende Montage sowie eine mögliche Alternative vor. Das Ergebnis soll dir die Auswahl erleichtern, ersetzt aber nicht die Anpassung an die konkrete Situation am Wasser.
Welche Montage passt?
Finde eine passende Angelmontage für Zielfisch, Gewässer und deine geplante Köderpräsentation.
Auf welchen Fisch möchtest du angeln?
Wähle deinen hauptsächlichen Zielfisch.
In welchem Gewässer angelst du?
Strömung und Gewässergröße beeinflussen die sinnvolle Montage deutlich.
Wie möchtest du angeln?
Entscheidend ist, ob du den Fisch aktiv suchst oder den Köder stationär anbietest.
Welchen Köder möchtest du hauptsächlich verwenden?
Wo soll dein Köder hauptsächlich angeboten werden?
Wähle die Zone, die du voraussichtlich befischen möchtest.
Wir haben hier außerdem noch weitere, hilfreiche Angeltools für dich:
- Angelknoten-Finder: Welcher Knoten für welche Verbindung?
- Schnurrechner: Wie viel Angelschnur passt auf meine Rolle?
Die richtige Montage ist mehr als die Wahl des Hakens
Als Angelmontage bezeichnet man vereinfacht den Aufbau, mit dem der Köder an der Hauptschnur präsentiert wird. Dazu können beispielsweise Vorfach, Wirbel, Gewichte, Pose, Futterkorb, Haken oder ein Jigkopf gehören.
Entscheidend ist dabei nicht, möglichst viele verschiedene Montagen zu kennen. Viel wichtiger ist zu verstehen, welches Problem eine bestimmte Montage löst. Eine Posenmontage hilft dir beispielsweise dabei, einen Köder kontrolliert in einer bestimmten Tiefe anzubieten. Ein Jigkopf ermöglicht dagegen eine direkte, aktive Führung eines Gummiköders in Grundnähe.
Deshalb kann es für denselben Zielfisch mehrere vollkommen sinnvolle Lösungen geben. Zander lassen sich beispielsweise aktiv mit Gummifisch und Jigkopf befischen, aber ebenso stationär mit Köderfisch an einer Grund- oder Posenmontage. Die entscheidende Frage lautet daher nicht nur „Was will ich fangen?“, sondern ebenso „Wie möchte ich den Köder präsentieren?“.
So funktioniert der Angelmontagen-Finder
Der Finder stellt dir fünf kurze Fragen. Aus der Kombination deiner Antworten wird eine Montage ausgewählt, die zu der beschriebenen Angelsituation passt. Dabei werden die wichtigsten Faktoren berücksichtigt, die sich bereits vor dem Gang ans Wasser sinnvoll festlegen lassen.
Der Zielfisch
Der Zielfisch bildet den Ausgangspunkt. Forellen, Karpfen und Zander werden nicht nur mit unterschiedlichen Ködern befischt, sondern häufig auch mit grundlegend verschiedenen Methoden.
Im Finder kannst du zwischen Forelle, Karpfen, Zander, Hecht, Barsch, Aal und Weißfisch wählen. Innerhalb dieser Zielfische wird anschließend weiter unterschieden. Ein Zander führt deshalb beispielsweise nicht automatisch immer zur Jigmontage.
Stillwasser oder Strömung
Die Bedingungen des Gewässers bestimmen mit, wie stabil und kontrolliert ein Köder angeboten werden kann. In einem kleinen Stillgewässer gelten andere Voraussetzungen als in einem Fluss mit kräftiger Strömung.
Strömung kann Pose, Köder und Gewicht versetzen. Gleichzeitig kann sie beim aktiven Angeln beeinflussen, wie schwer ein Jigkopf oder Grundgewicht gewählt werden muss. Der Finder unterscheidet deshalb zwischen kleinen und größeren Stillgewässern sowie schwächerer und stärkerer Strömung.
Aktives oder stationäres Angeln
Ein besonders wichtiger Unterschied besteht zwischen aktiver und stationärer Angelei.
Beim aktiven Angeln suchst du Wasserflächen und Strukturen mit deinem Köder ab. Dazu gehören beispielsweise das Jiggen auf Zander oder das Spinnfischen auf Hecht. Bei der stationären Angelei wird der Köder dagegen an einem ausgewählten Platz angeboten und dort über längere Zeit belassen.
Beide Methoden können auf denselben Zielfisch funktionieren, verlangen aber häufig vollkommen unterschiedliche Montagen.
Die Köderart
Auch der Köder schränkt die sinnvollen Möglichkeiten ein. Ein Gummifisch wird anders präsentiert als ein Wurm, ein Köderfisch oder ein Boilie.
Der Finder unterscheidet deshalb zwischen Kunstködern, Naturködern, Köderfisch beziehungsweise Fischfetzen sowie Boilies und Pellets.
Die gewünschte Wassertiefe
Fische halten sich nicht ständig in derselben Wasserschicht auf. Jahreszeit, Tageszeit, Nahrungsangebot und Gewässerbedingungen können ihre Standplätze verändern.
Deshalb kannst du auswählen, ob dein Köder oberflächennah, im Mittelwasser, grundnah oder flexibel in unterschiedlichen Tiefen angeboten werden soll.
Das Ergebnis: Empfohlene Montage für Forelle, Karpfen, Zander & Co
Je nach Kombination deiner Angaben kann der Finder unterschiedliche Montagen empfehlen. Dabei geht es nicht darum, eine Methode als einzig richtige Lösung darzustellen. Das Ergebnis zeigt vielmehr, welche Montage für die gewählte Situation eine sinnvolle Ausgangsbasis ist.
Sbirolino-Montage
Die Sbirolino-Montage kommt vor allem beim Forellenangeln zum Einsatz. Ihr großer Vorteil liegt darin, dass sich auch leichte Köder auf größere Distanz bringen lassen. Je nach Sbirolino können unterschiedliche Wassertiefen befischt werden. Damit eignet sie sich besonders für eine aktive und flexible Suche nach Forellen.
Posenmontage für Forelle
Mit einer Posenmontage lässt sich ein Köder sehr gezielt in einer bestimmten Tiefe anbieten. Das ist besonders praktisch bei Naturködern wie Maden oder Würmern. Gleichzeitig liefert die Pose eine gut sichtbare Bissanzeige.
Auftreibende Grundmontage für Forelle
Stehen Forellen tief, kann eine auftreibende Grundmontage sinnvoll sein. Dabei liegt der Köder nicht zwangsläufig direkt auf dem Boden, sondern kann einige Zentimeter oder mehr darüber schweben. Die Höhe lässt sich über Auftrieb und Vorfach beeinflussen.
Haarmontage für Karpfen
Bei der Haarmontage sitzt ein Boilie oder Pellet nicht direkt auf dem Haken, sondern an einem kurzen Haar. Der Haken bleibt dadurch frei. In Verbindung mit einem passenden Bleisystem gehört diese Montage zu den klassischen Methoden der gezielten Karpfenangelei.
Method-Feeder-Montage
Beim Method Feeder werden Lockfutter und Hakenköder sehr kompakt am selben Platz präsentiert. Die Methode eignet sich unter anderem für Karpfen und größere Friedfische und ist besonders an Stillgewässern sowie ruhigeren Fließgewässern interessant.
Waggler- und klassische Posenmontage
Eine Posenmontage ist nicht nur beim Forellenangeln einsetzbar. Auch Karpfen, Schleien, Rotaugen, Brassen, Barsche oder Aale können damit befischt werden. Mit einem Waggler lässt sich besonders im Stillwasser präzise arbeiten.
Jigmontage
Bei der Jigmontage sitzt ein Gummifisch auf einem beschwerten Jigkopf. Dadurch lässt sich der Köder kontrolliert absinken und grundnah führen. Diese einfache Direktverbindung ist besonders beim aktiven Angeln auf Zander und Barsch verbreitet.
Carolina Rig
Beim Carolina Rig sind Gewicht und Köder voneinander getrennt. Das gibt dem Softbait mehr Bewegungsfreiheit und erlaubt eine langsamere Präsentation als bei einem direkt beschwerten Jigkopf. Besonders beim Barschangeln ist diese Finesse-Montage interessant, sie kann aber auch auf andere Räuber funktionieren.
Dropshot-Montage
Beim Dropshot-Rig sitzt der Haken oberhalb des Gewichts. Dadurch kann der Köder längere Zeit nahezu an derselben Stelle angeboten werden. Das ist hilfreich, wenn du einen konkreten Standplatz sehr genau befischen möchtest.
Köderfisch-Posenmontage
Eine Posenmontage mit Köderfisch erlaubt es, die gewünschte Tiefe gezielt festzulegen. Sie eignet sich beispielsweise für Hecht oder Zander, wenn der Köder nicht ausschließlich direkt auf dem Gewässerboden präsentiert werden soll.
Beim Hechtangeln gehört ein geeignetes bissfestes Vorfach zur Montage. Auch bei anderen Raubfischmontagen muss das Vorfach an die zu erwartenden Fischarten angepasst werden.
Laufblei-Grundmontage
Bei einer einfachen Laufbleimontage kann die Schnur durch das Grundgewicht gleiten. Naturköder oder Köderfische lassen sich damit grundnah und stationär anbieten. Die Montage ist je nach Ausführung unter anderem für Zander, Aal und verschiedene Friedfische geeignet.
Spinnmontage für Hecht
Beim klassischen Spinnfischen muss die Montage nicht kompliziert sein. Hauptschnur, eine zuverlässige Verbindung, ein bissfestes Vorfach und der Kunstköder reichen grundsätzlich aus. Je nach Köder kann zusätzlich ein geeigneter Snap verwendet werden.
Grundmontage für Aal
Aale werden häufig mit Wurm oder anderen Naturködern in Grundnähe befischt. Eine einfache Laufbleimontage ist dafür eine robuste und übersichtliche Lösung. Je stärker Strömung und Hindernisse ausfallen, desto stärker muss das Gerät angepasst werden.
Feeder-Montage
Beim Feedern wird ein Futterkorb zusammen mit dem Hakenköder in den Angelbereich gebracht. Dadurch entsteht rund um den Hakenköder ein attraktiver Futterplatz. Die Methode eignet sich besonders für Brassen, Rotaugen und andere Friedfische.
Montage am Wasser richtig anpassen
Ein Finder kann dir eine sinnvolle Grundrichtung geben. Am Wasser beginnt allerdings die Feinabstimmung. Gerade Gewicht, Vorfachlänge, Hakengröße und Köderpräsentation sollten nicht starr übernommen werden.
So leicht wie möglich, so schwer wie nötig
Bei Bleien, Futterkörben und Jigköpfen ist mehr Gewicht nicht automatisch besser. Das Gewicht muss ausreichen, um die Montage kontrollieren zu können. Gleichzeitig sollte es nicht unnötig schwer gewählt werden.
Beim Jiggen bedeutet das beispielsweise: Du brauchst ausreichend Grundkontakt, aber keinen deutlich schwereren Jigkopf als für eine kontrollierte Führung notwendig.
Strömung verlangt Anpassungen
Eine Montage, die im See funktioniert, kann in kräftiger Strömung innerhalb weniger Sekunden verdriftet sein. Grundgewicht, Posenform, Bebleiung und Köderführung müssen deshalb an die Strömung angepasst werden.
Untergrund und Hindernisse berücksichtigen
Steine, Kraut, Holz und weicher Schlamm beeinflussen ebenfalls die Wahl der Montage. Ein offen geführter Haken kann beispielsweise in stark bewachsenen Bereichen schnell hängen bleiben. Auch ein schweres Blei kann in weichem Untergrund einsinken.
Wenn du viele Hänger bekommst, lohnt es sich deshalb nicht nur, das Gewicht zu verändern. Auch eine andere Montage oder eine veränderte Köderführung kann das Problem lösen.
Die Präsentation ist wichtiger als die Bezeichnung
Montagen tragen feste Namen, doch in der Praxis existieren zahlreiche Varianten. Zwei Angler können beide mit einer „Grundmontage“ fischen und trotzdem unterschiedliche Gewichte, Vorfachlängen, Haken und Köder verwenden.



